Zu Hause die eigene Website hosten

Glasfaser Eben bei Golem gelesen, dass es in Hamburg bald Internet-Anschlüsse für 300 MBit/s mit synchronen Bandbreiten geben soll. Auch in Köln wird daran gearbeitet, dass man per Glasfaser an das weltweite Netz angeschlossen wird. Hier wird der Upload allerdings auf 10% des Downloads beschränkt. Solche Geschwindigkeiten hat man auch schon vorher erreichen können, als Business-Anschluss. Neu ist, dass die Preise für solche Anschlüsse unter 100 € monatlich liegen sollen und somit wirklich bezahlbar sind.

Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Denn eine bessere Anbindung bekommt man bei den meisten Hostern für dedicated oder virtual Server auch nicht. So kann dann hoffentlich bald der eigene Server im Haus auch gleichzeitig die eigene Webseite hosten. Allerdings sollte man dann über das geeignete Know-how verfügen oder die Systeme werden einfacher handhabbar. Denn anders als bei dem externen Hostern, hat man auf dem eigenen Homeserver wahrscheinlich noch andere Dienste laufen (KNX, EIB, etc.). Und ein Einbruch in solch ein System gleicht dem eines Wohnungseinbruches. Schöne neue Welt! :-)

Aber es gibt schon ein paar Produkte von der Stange, die das verhindern sollen. In der c’t gibt es sogar eine interessante Artikelserie, die ich mit Homeservern befasst.

So jetzt muss das nur auch in Aachen ausgebaut werden.

Photo of “Old media converter” by AndiH under CC-BY-NC-ND-2.0

@Andi: Dein Foto ist mir zufällig vor die Flinte gelaufen. ;-)

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6 Kommentare zu “Zu Hause die eigene Website hosten”

  1. Martin Jansen

    Ich habe hier eine DSL-Leitung mit einem Upstream von knapp 1 Mbit/s, glaube ich. Wenn ich mir überlege, dass in ca. 2001 Leute, die was von ihrem Handwerk verstehen, über einen 2 Mbit/s-Upstream (allerdings kein DSL, sondern eine “richtige” Standleitung mit eigenem IP-Bereich usw. usf.) mehrere Dutzend Websites, DNS und Mail gemacht haben, sollte für die meisten privaten Sites (speziell Blogs) ein solcher Zugang technisch ausreichen, sofern man eine feste IP und keine dämliche Zwangstrennung hat. Bandbreite wird zumindest für “normale” Websites überschätzt :).

    Was dann in den AGB des Providers steht, ist natürlich eine andere Frage.

  2. Thommy

    Aber damals hatten die meisten Benutzer doch auch nur 56 Kbit/s zur Verfügung. Aber im Prinzip hast du recht. Aber würdest du so einen Anschluss ablehnen? ;-)

  3. Andi

    flickr ist klein ;).

    Ich würde so einen Anschluss auf jeden Fall nicht ablehnen. Meine 16Mbit glühen, oder genauer: der 1Mbit Upstream glüht. Da hätte ich gerne etwas mehr. Z.B. VDSL würde mir ja (sagen wir: für dieses Jahr :D) völlig ausreichen (allerdings brauch da auch diesen T-Home IPTV Kram nicht …).
    Aber so 300 Mbit? Nehm ich. Sofort.
    Hach, ein Traum wär’s.

    Kann jemand mal Aachen auf die Ausbauliste setzen?

    Und Martin, Thomas hat recht: 2001 gab’s noch kein YouTube. (Wobei jetzt YouTube nur begrenzt als YouTube an sich zu verstehen ist, viel mehr als “hochbandbreitige” Dienste ;))

  4. Martin Jansen

    Jungs,

    a) natürlich würde ich nicht ablehnen, wenn mir jemand eine Glasfaser in meine Wohnung legt. Ich hätte da auch spontan 5 bis 500 Verwendungsmöglichkeiten für. :)

    b) Ich sprach in meinem ersten Kommentar explizit von “privaten Sites (speziell Blogs)”. Und wenn ich mir anschaue, wie der Traffic auf martinjansen.com ist (kurpick.de dürfte nicht besser dastehen), bleibe ich dabei, dass die meisten Leute, die 1&1 5 Euro pro Monat in den Schlund (pun intended) werfen, auch ihre DSL-Leitung mit 16/1 Mbit/s zweckentfremden könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Blog von Kathrin-umme-Ecke-beim-Edeka bei Digg / Slashdot / Reddit / was-weiß-ich gelistet wird, strebt gegen 0. Und selbst wenn: Bei Kathrins Blog in einem richtigen Datacenter geht Wordpress nach 10 Minuten auch in die Knie. Da nützen dann auch redundante Gbit-Anbindungen nichts mehr …

    Aber solange die kapitalistischen Säcke bei NetCologne 4,90 € pro Monat für eine statische IP von mir haben wollen, werde ich einen Teufel tun und meine Theorie praktisch untermauern. ;-)

  5. Thommy

    Zu b) Klar wenn hier mehr als 10 Leute gleichzeitig auf meinem Blog sind, merkt man das. Es läuft dann eher schleppend.

    Und ja 4,90 € für eine feste IP ist mir auch zu viel.

  6. Gola

    Danke, dass du uns darüber informiert hast, das hatte ich bei Golem nämlich verpasst, aber ich finde auch, dass 4,90€ für eine feste IP zu viel ist-das summiert sich im Endeffekt ja doch, wenn man an die ganzen weiteren Kosten denkt.

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